Wie alles begann:

Die Anfänge der modernen Backpacker Hostels gehen zurück auf die 60er Jahre mit der Hippie-Bewegung und deren Trips durch die Welt. Vor allem in Asien (Afghanistan, Indien, Thailand) und Australien entstanden die ersten Herbergen, in denen damals die Aussteiger aus den westlichen Industrienationen gemeinsam mit Bergsteigern (v.a. Afghanistan, Tibet) und anderen Abenteurern unterkamen.

Bald folgten den ersten Pionieren breitere Ströme von abenteuerlustigen und kulturell interessierten Weltenbummlern. Viele verbringen Ihre 6 Wochen Urlaub oder das Urlaubssemester in Hostels, doch gerade z.B. bei den Australiern ist es durchaus üblich, bei Abreise seine Zelte „zuhause“ (Job, Wohnung, usw.) komplett abzubrechen und sich in der ganzen Welt immer von einem Flugticket zum nächsten durchzujobben.
In vielen Metropolen ist ein Hostel die einzige Chance, nicht unter der Brücke zu schlafen: eine Wohnung ist in London, Paris, Rom mit einem Aushilfsjob nicht finanzierbar.

Bei uns in Deutschland:

Die Hostels in Deutschland entstanden zuerst in den Grosstädten, wo auch ohne entsprechendes Angebot schon immer eine junges Publikum unterwegs war. Die Pioniere der Branche hatten alle mit den gleichen Widerständen zu kämpfen:
 

  • Vermieter, Banken und Behörden, denen die Idee zu fremd, die Betreiber zu jung waren
  • Touristenämter, die lieber gegen hohe Provisionen Ihre Hotels promoten
  • Hostelketten, die das grosse Geschäft wittern, und nicht zuletzt das:
  • Jugendherbergswerk, welches immer mal wieder versucht hatte, den privaten Hostels die Verwendung bestimmter Begriffe wie 'Backpacker' und 'Jugendherberge' zu untersagen.


Da greift man dann schon mal zum Telefon, ruft auf gut Glück in einem anderen Hostel und... "...sag mal ich hab hier so einen Brief vom Anwalt gekriegt..." Aus diesem losen Austausch von Ideen, Problemen und Lösungsansätzen entstanden hier und da auch weitergehende Kooperationen und auch sogar private Freundschaften, ein jährliches Treffen und schließlich - 2002 - ein Verein. 

Was alles passierte:

Seitdem professionalisierte sich die Arbeit des Verbandes. Die Webseite wurde ausgebaut, der Hostelguide immer weiter entwickelt, Kontakte geknüpft, Treffen und Tagungen ausgerichtet, Informationen gesammelt, Erfahrungen ausgetauscht, verschiedene Aktionen gestartet, Pressemitteilungen geschrieben, es wurde viel gefeiert und gestritten.

Wo wir stehen:

Mittlerweile sind wir fast 60 Hostels aus 35 Orten in ganz Deutschland. Uns vereint der Gedanke des unabhängigen Reisens, auf eigene Faust mit viel Freiheit der individuellen Reisegestaltung. Den jede Reise, jede Reiseerfahrung, ist so individuell wie jeder einzelne Reisende selbst. Die unabhängigen Hostels in Deutschland arbeiten eng zusammen und unterstützen sich mit Erfahrungen und mit Rat und Tat mit einem Ziel: Das Reisen für unsere Gäste weiterhin zu einem großartigen Erlebnis mit vielen neuen Bekanntschaften und Erfahrungen zu machen. Wir können mit Überzeugung jedes unserer Hostels für einen Aufenthalt empfehlen, weil wo German Independent Hostels draufsteht, da sind ausschließlich qualitativ hochwertige, eigentümerbetriebene individuelle Hostels mit klarem Fokus auf den unabhängig Reisenden drin.

Wohin die Reise gehen soll:

Gern möchten wir unsere Mitgliederzahl erhöhen, um Reisenden an noch vielen Orten mehr in Deutschland eine Empfehlung machen zu können. Spezielle Reiseangebote für unabhängig Reisende sollen das Reisen zu dem werden lassen, was es sein sollte: Ein reines Vergnügen. Wir sind Ansprechpartner für Politik und Medien und vertreten die Interessen der Hostels. Wir sorgen für faire Marktbedingungen gegenüber den gemeinnützigen Mitbewerbern am Markt.  Wir unterstützen Existenzgründer und beraten Hostels bei Problemen. Wir arbeiten an Kooperationen um gemeinsam bessere Bedingungen für unsere Häuser zu erreichen. Wir stehen im Austausch mit nationalen und internationalen Hostelorganisationen in der ganzen Welt. Hostels sind etwas Besonderes, das weiß jeder, der diese einzigartige Form des Reisen schon mal erleben konnte. Unser Ziel ist die Stärkung der Marke "unabhängiges Hostel", gerade auch im Kontrast zur Kettenhostellerie.