Aus der Deutschen Küche – Christstollen selber backen

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So langsam aber sicher können wir die Tage bis Weihnachten runter zählen. Viele von Euch läuten sicherliche bereits die zweite oder dritte Runde beim Plätzchenbacken ein, da die anfänglichen Vorräte zur Neige gehen.

Zum Weihnachtsfest gehört in Deutschland der Christstollen wie das Amen in der Kirche.
Erstmals wurde der Stollen als Weihnachtsgebäck in einem Innungsprivileg des Naumburger Bischofs Heinrich I. von Grünberg für die Gründung der Bäckerinnung der Stadt erwähnt. Damals wurden die Naumburger Bäcker zu finanziellen Abgaben, als auch sachlichen Abgaben verpflichtet. So heißt es:

haben sie sich vnd yrn Nachkommlingen alle Jar ewiglichen […] an des heiligen Crist[us] Abende zwey lange weyssene Brothe, die man Stollen nennet, gemacht von eynem halben Scheffel Weysses vns vnd vnsern Nachkommlingen in unsern Hof gelobt haben verbunden zu geben und zu reichen.

Am 26.06.1730 wurde bei einer prachtvollen Truppenschau Augusts des Starken auf dem Zeithainer Lustlager ein großer Kuchen, der von zeitgenössischen Berichterstattern „Striezel“ genannt wurde, verteilt. Der Teig soll aus 18 Scheffeln Mehl, 82 Schock (4920) Eiern, 3 Tonnen Milch, 1 Tonne Hefe und 1 Tonne Butter zubereitet worden sein.

Der Christstollen ist demzufolge  ein brotähnlicher Kuchen, der – dick mit Puderzucker bedeckt – an das gewickelte Christkind erinnern soll. Der schwere Hefeteig besteht hauptsächlich aus viel Butter, Milch, Mehl, Ei, Gewürzen (Kardamom, Zimt) und Einlagen (Rosinen, Zitronat, Mandeln).

Am wohl bekanntesten ist der Dresdner StollenDresdner Christstollen oder Dresdner Weihnachtsstollen. Diese Namen dürfen jedoch nur Stollen tragen, die im Großraum bzw. in den umliegenden Ortschaften hergestellt wurden.

Wir haben uns bei den Großeltern mal zum Stollen backen eingeladen und wollen Euch die kurze Anleitung natürlich nicht vorenthalten. Plant 2 Tage ein.

Ihr benötigt folgende Zutaten:

  • 500g Rosinen
  • 100g Korinthen
  • jeweils 100g Zitronat & Orangeat
  • 250g gehackte Mandeln
  • 2 Pk. Vanillezucker
  • 6EL brauner Rum
  • 12 Tropfen Bittermandelöl
  • 1kg Weizenmehl (Typ 405)
  • 2 Würfel frische Hefe
  • 400g weiche Butter
  • 150g flüssige Butter
  • 150g Zucker
  • ¼l Milch
  • 2x Eigelb
  • 125g Puderzucker

20161117_091211Die Rosinen, Korinthen, Zitronat, Orangeat, geschälte Mandeln, Rum und das Bittermandelöl mischt Ihr und lasst es zugedeckt ungefähr 6h stehen (zwischendurch ab und zu umrühren).

 

 

20161117_081117Das Mehl gebt Ihr in eine große Schüssel und drückt in der Mitte eine Vertiefung rein. In die Vertiefung bröckelt Ihr die Hefe rein und bestreut diese anschließend mit einem EL Zucker. Die Milch wird lauwarm erhitzt und drüber gegossen. Etwas Mehl drüber und zu einem Vorteig verrühren.Das Ganze lasst Ihr 15min gehen. Dann gebt Ihr den restlichen Zucker, Eigelb und die Butter in Stücken dazu. Das Ganze wird dann zu einem Teig verknetet und zugedeckt an einem warmen Ort 30min gehen lassen.

20161117_094028Dann drückt Ihr den Teig auf einer Arbeitsfläche flach und gebt die Früchte zum Teig und verknetet wieder alles. Jetzt nochmal zudecken und 30min gehen lassen.

 

 

_dsc4288Nochmal kurz durchkneten und nun zu einer ca 4cm dicken Platte formen. Die Mitte drückt ihr nun längs etwas ein und klappt die eine Hälfte über die andere Hälfte. Legt nun den Stollen auf ein Backpapier-Blech und lasst ihn nochmal 15min gehen.

 

 

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Schiebt den Stollen auf die unterste Schiene bei 175°C oder Umluft 160°C und lasst ihn 70-90min im Ofen backen.

 

 

 

_dsc4292Nun erwärmt Ihr die Butter und stecht mit einem kleinen Holzspieß den Stollen mehrmals ein. Nun bestreicht Ihr den warmen Stollen mit der Hälfte der flüssigen Butter. Jetzt streut Ihr die Hälfte vom Puderzucker drüber. Wiederholt das Ganze nach 5min mit der anderen Hälfte.

 

Für die Lagerung wickelt Ihr den Stollen in Aluminiumfolie ein und lasst ihn noch eine Woche ruhen.

Lasst es Euch schmecken!

Smartphone vs. Spiegelreflexkamera

Smartphone vs. Spiegelreflexkamera

Social Media begleitet jeden Backpacker auf seiner Reise. Ob es nun der Reiseblog als Tagebuch ist, oder ganz klassisch Instagram und Facebook. Als Backpacker möchte man gerne für sich die perfekten Reisefotos haben und den Anderen diese natürlich zeigen können.

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Nicht jeder hat auf seiner Reise Zeit und Muse und das Wissen seine Fotos im Hostel noch extra zu bearbeiten. Also muss das Foto beim knipsen schon gut aussehen um anschließend bei Instagram, dem eigenen Blog oder auf Facebook zu landen.

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Ganz zu Anfang kommt also die passende Kamera. Wer sich an den touristischen Hotspots mal umgeschaut hat, wird hier so ziemlich die komplette Bandbreite – angefangen von Smartphone & Selfistick, über Tablet, über Actioncam, über Kompaktkamera, über Systemkamera bis hin zur Spiegelreflexkamera – gesehen haben.

Für teure Spiegelreflexkameras ist meist ein eigener Rucksack von Nöten, um die dazugehörigen Objektive mitnehmen zu können. Spätestens hier kommt man vor Reisebeginn bereits ins Grübeln um dem Spagat zwischen Mobilität und Bildqualität zu finden. Muss es immer die Spiegelreflexkamera sein? Geht nicht auch eine Kompaktkamera? An welchen Stellen reicht mein Smartphone und wo sind die Grenzen? Smartphone vs. Spiegelreflexkamera weiterlesen

Bahn vs. Fernbus

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Ob mit Fernbus oder Bahn – Berlin lohnt sich immer. © jae storer photography

Deutschland hat eines der besten Bahnnetze der Welt, leider ist es nicht ganz billig für Reisende. Noch relativ neu ist hierzulande der Fernbus als Standard-Verbindung zwischen den meisten deutschen Städten. Hiermit lässt es sich meist etwas günstiger reisen, aber dafür dauert es länger.

Natürlich gibt es schon eine ganze Weile Busse, die sich zwischen den deutschen Metropolen bewegen, aber hier hatte bis vor drei Jahren die Deutsche Bahn ein Monopol, weswegen auch dies relativ kostspielig war. Erst mit der Liberalisierung des Fernbusverkehrs hat sich hier ein größerer Markt mit vielen Anbietern entwickelt.

So kann es jetzt vorkommen, dass eine Fahrt von Berlin nach Hamburg im Fernbus schon für etwa 7 Euro zu haben ist. Zum Vergleich: Ein Standard-Ticket mit der Deutschen Bahn kostet 78 Euro im ICE oder 64 im Eurocity, der in der Regel mehr Stopps auf einer Strecke hat. Den zeitlichen Vergleich gewinnt die Bahn aber fast immer. So braucht ein Bus für diese Strecke drei bis dreieinhalb Stunden, während ein Intercity Express (ICE) mit einer Fahrtzeit von 1 Stunde und 42 Minuten etwa doppelt so schnell ankommt.

Und der preisliche Vergleich ist auch nicht ganz einfach. Denn wer sein Bahnticket beispielsweise eine Woche vor dem Reisetag bucht, bekommt das Ticket zum halben Preis oder sogar noch günstiger: Die Fahrt von Berlin nach Hamburg kostet dann nur noch 39 Euro oder bei bestimmten Verbindungen nur 29 Euro. Das ist dann schon nicht mehr so teuer. Aber trotzdem: Den Preiskampf wird die Bahn auf der Schiene nie ganz gewinnen können.

Mit dem „Deutschland-Pass“ günstig reisen im Sommer

Speziell für Sommertouristen hat die Bahn allerdings ein spezielles Angebot im Programm, was sich lohnen kann, wenn ihr wirklich viel herumfahren wollt. Dieses spezielle Ticket nennt sich „Deutschland-Pass“ (keine Angst, ihr werdet damit nicht gleich eingebürgert) und gilt vom 27. Juni bis zum 13. September. In diesem Zeitraum könnt ihr mit dem Deutschland-Pass der Bahn vier Wochen lang soviele durch die Republik fahren wie ihr wollt. Für Jugendliche bis 18 Jahre kostet das 159 Euro, für junge Erwachsene bis 26 Jahre macht das 269 Euro und für Reisende über 26 Jahren berechnet die Bahn 349 Euro in der 2. Klasse. Aber wie gesagt, dieses Angebot lohnt sich nur, wenn ihr mehrere Städte besuchen wollt. Dann ist es aber preislich kaum zu schlagen.

Fernbusportal zum Vergleichen

Wer ganz spontan reisen möchte und wenn die Reisedauer keine große Rolle spielt, der sollte immer mal bei den Fernbussen schauen. Wir empfehlen das Portal Fernbus24, das mehr als 30.000 Verbindungen innerhalb Europas (!) vergleicht und euch eine gute Übersicht liefert, welcher Busanbieter wann zu welchem Preis in eure Traumstadt fährt.

Andererseits: Die Bahn gehört schon auch zur deutschen Kultur. Zumindest eine Bahnfahrt solltet ihr ausprobieren. Hier gibt’s Bistros und Speisewagen, und ihr könnt etwas entspannter reisen als im Bus auf der Autobahn. Außerdem hört ihr nirgendwo sonst hilflose Schaffner, die verzweifelt versuchen, Zugdurchsagen auch auf englisch zu machen, was oft sehr lustig klingt …

DIE CURRYWURST

Beliebte Kombi: Zur Currywurst gehören Pommes
Beliebte Kombi: Zur Currywurst gehören Pommes

Es gehört zu den beliebtesten Touristen-Fragen an Einheimische: „Wo bekommt man hier die beste Currywurst?“ Auch nach der „echten“ wird gerne gefragt, zumindest in Berlin oder im Ruhrgebiet – und da fängt das Dilemma schon an.

Bei diesem urdeutschen Imbiss reklamieren nämlich beide Regionen den Ursprung für sich. In der Hauptstadt schreibt man einer gewissen Herta Heuwer die erste Currywurst der Welt zu, allerdings als Gemeinschaftswerk mit einer Schlachterei in Berlin-Spandau. Die Ur-Imbissbude hätte demnach in der Kantstraße 101 gestanden, im Berliner Bezirk Charlottenburg, wo heute eine Gedenktafel an die Gastronomin erinnert.

Grönemeyer setzte der Currywurst ein musikalisches Denkmal 

Im Ruhrpott gilt die geschnittene Bratwurst mit Tomaten-Curry-Sauce allerdings auch zum festen Imbiss-Repertoire, weswegen Einheimische dort fest daran glauben, die Currywurst – ob nun mit oder ohne Darm – wäre dort, im Westen Deutschlands entstanden. Ein musikalisches Indiz ist der gleichnamige Hit von Herbert Grönemeyer aus dem Jahr 1982, der ja bekanntlich aus Bochum stammt und im Ruhrpott-Dialekt die äußerst sättigende aber auch dursterzeugende Wirkung erfolgreich besungen hat.

Der Schriftsteller Uwe Timm setzte dem würzigen Fleisch-Snack mit der Novelle „Die Erfindung der Currywurst“ ein literarisches Denkmal. In seinem Werk allerdings erfindet eine Hamburger Hausfrau jenes Gericht in Hamburg, und zwar eher aus der Not heraus. Sie pachtet in der Nachkriegszeit eine Wurstbude und beim Transport von Ketchup gehen einige Flaschen kaputt, deren Inhalt vermischt sich mit Curry. Da das Zufallsergebnis gut schmeckt, macht die Protagonistin es zu einer neuen Variante, die sich zum Verkaufsschlager entwickelt.

800 Millionen Currywürste pro Jahr

Aber wer auch immer zuerst darauf gekommen ist – er hat Erfolgsgeschichte geschrieben, denn allein In Deutschland gehen jedes Jahr 800 Millionen Currywürste aus Kalbs-, Schweine- oder Rindfleisch über die Imbisstheken.

Berlin hat nun jedenfalls Fakten geschaffen und vor ein paar Jahren das „Deutsche Currywurst Museum“ eröffnet. Wer also in der Hauptstadt zu Besuch ist, kann in der Nähe vom Checkpoint Charly alles über Zusammensetzung und medialer Verbreitung erfahren, denn auch Ausschnitte aus Fernsehserien mit Imbissbudenbezug werden hier gezeigt.

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Konnopke’s Imbiss in Berlin an der U-Bahn-Station Eberswalder Straße

Die Currywurst-Institution schlechthin bleibt aber „Konnopke“ im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg unter den Schienen an der Station Eberswalder Straße. Dies war zumindest der Imbiss, der nachweislich im Jahr 1960 die erste Currywurst in der DDR auf den Pappteller brachte. Aber auch seit der Wiedervereinigung stehen die Kunden hier Schlange, darunter auch immer wieder prominente Berliner wie der Schauspieler Axel Prahl. Ein Besuch lohnt sich also in jedem Fall. Dennoch ist Vorsicht geboten, wie es Grönemeyer mahnend auf den Punkt brachte: „Mensch dat gibt’n Durst, die Currywurst“.

 

Gib’ mir zehn!

Wer seine Reise durch die Republik bei den Independent Hostels of Germany bucht, kann einen Rabatt von zehn Prozent in Anspruch nehmen. Und das geht so …

Hostelguide German Hostels
Unbedingt einstecken: Unser aktueller Hostelguide

Bestimmt habt ihr schon unseren Hostelguide gesehen. Der liegt in allen unseren Hostels aus und auch in vielen anderen Hostels in anderen europäischen Ländern. Hier findet ihr jedenfalls alle unabhängigen Hostels, die sich in einem Verband zusammengeschlossen haben, um gemeinsam unsere Idee des unabhängigen freien Reisens zu bewerben. Inzwischen gibt es fast 60 Herbergen in Privatbesitz, die sich gegenseitig unterstützen.

Rabatt über den Hostelguide

Um die Treue von Reisenden zu belohnen, möchten wir euch einen Rabatt von zehn Prozent anbieten, wenn ihr auf eurer Deutschland-Reise wieder ein Hostel aus unserem Netzwerk bucht. Mittlerweile sind es 58 Hostels in 32 Orten, sodass ihr alle wichtigen Städte und Regionen mit den Independent Hostels of Germany erleben könnt.

Rabattkarte German Hostels
Her mit dem Stempel: Mit der Rabattkarte immer wieder sparen

Diesen Rabatt in Anspruch zu nehmen, ist ganz einfach. Wenn ihr in einem unserer Hostels übernachtet, könnt ihr euch dort ein Exemplar unseres Hostelguides und/oder eine Rabattkarte mitnehmen. Um den Rabatt beim nächsten Hostel zu bekommen, stellt bitte sicher, dass es darauf auch einen Stempel des ausgebenden Hostels gibt. Dann weiß das nächste Hostel, dass ihr sozusagen „Stammkunden“ seid in unserem Netzwerk.

Buchen könnt ihr trotzdem ganz normal über unsere Website www.german-hostels.de oder online im jeweiligen Hostel oder telefonisch. Die Links zu den jeweiligen Hostels wie auch die Telefonnummern findet ihr auch schnell und einfach auf unserer Webseite.

Also, willkommen in der Familie.